Ingo Firnhabers Homepage

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Letztes Update: 15.08.2018:neu: BL NDR Fernsehen
Turniertanz   Ingo Firnhaber
 

Sen III C Sen III B

SEN III A




Heiligenhafen 7.-9.4.2012 "Tango-live-painting" von Ute Spingler www.tangoart.com


Club Saltatio Senioren IV S 05.01.2013


Nun kommen Gelassenheit und Eleganz, wichtige Ausdrucksmittel in der Sonderklasse

Zum Ausgleich für den Geistessport Schach gehört natürlich auch die entsprechende physische Fitness.
Als ich im Jahre 2008 wieder mit dem Tanzen begann, lernte ich Lydia im Tanzkreis kennen und wir beschlossen schon bald, mit dem Turniertanztraining zu beginnen.
Inzwischen haben wir geheiratet und im September 2010 unser erstes Turnier in der Klasse Sen III C getanzt. Nach dem anfänglichen Lampenfieber gab es bereits im dritten Turnier den ersten großen Titel: wir wurden am 9.11.2010 Landesmeister, durften dann in Sen. III B mit tanzen und errangen sofort den Titel des Vizelandesmeisters.

Aufstieg

Mit insgesamt 25 Turnieren und 21 Platzierungen (Platz 1-5 in einer Endrunde) wurde der schnelle Aufstieg in die Klasse Sen. III B geschafft

Vizelandesmeister Sen. III B 2011

Und sehr schnell kam schon der erste große Erfolg in der neuen Klasse: am 12.3.2011 ertanzten wir uns in unserem dritten Turnier bei der gemeinsamen Landesmeisterschaft von Hamburg und Schleswig-Holstein wie im Vorjahr mit einem 5. Platz in der Endrunde wieder den Titel des Vizelandesmeisters von Schleswig-Holstein.

Erneuter Aufstieg

Wieder innerhalb von nur 5 Monaten wurde am 10.07.2011 mit 24 Turnieren und 10 Platzierungen (Platz 1-3 in einer Endrunde) der Aufstieg in die Klasse Sen. IV A geschafft.
Nun wird es schwieriger werden, denn in der neuen Klasse sind 10 Platzierungen und 250 Punkte erforderlich für den Aufstieg in die höchste Klasse, die Sonderklasse Sen.IV S.



Die Freude muss raus - Ingo und Lydia Firnhaber auf dem 2. Platz bei der GLM der 5
Nordverbände am 10.06.2012 in Elmshorn. Sie sind Vizelandesmeister in der Klasse Senioren
IVa in ihrem 100. Turnier und steigen in rekordverdächtiger Zeit von nur einem Jahr und 9
Monaten auf in die Sonderklasse.

Intensiver Trainingsfleiß und unendlich viel Schweiß haben sich gelohnt. In ungewöhnlich kurzer Zeit eilten sie von Klasse
zu Klasse und erreichten ihr Ziel, den Aufstieg in die Sonderklasse, als Krönung ihrer Laufbahn punktgenau bei der
Landesmeisterschaft in Elmshorn nach folgenden Etappen:

04.09.2010 1. Turnier in Heiligenhafen
11.09.2010 3. Turnier Landesmeister Senioren IIIc 4. Turnier Vizelandesmeister Senioren IIIb
20.02.2011 25. Turnier Aufstieg nach Senioren IIIb
12.03.2011 28. Turnier Vizelandesmeister Senioren IIIb
10.07.2011 49. Turnier Aufstieg nach Senioren IVa
10.06.2012 100. Turnier Vizelandesmeister Senioren IVa und Aufstieg in die Sonderklasse.
Mit 252 Punkten und 22(!) Platzierungen (erforderlich sind 250 Punkte und 10 Platzierungen)
erreichten sie ihr Ziel.
Diese ungewöhnliche Leistung verdanken Ingo und Lydia zwei außergewöhnlichen Trainerpaaren.
Thorsten Strauß und Sabine Jakob legten den Grundstein für die schnellen Erfolge durch ungewöhnlich
dynamisches Tanzen in der Seniorenklasse. Gerwin und Betty Biedermann vermittelten ihnen selbstbewusstes
und ausdrucksstarkes Auftreten sowie die Erkenntnis, dass entgegen aller mathematischen Regeln im Tanzen
1+1=3 ist. Zwei Tänzer müssen ein Paar ergeben, aber das dritte Element ist die gemeinsame Mitte.
Ganz ganz herzlichen Dank an beide Trainerpaare!
Nun gilt es, auch in der Sonderklasse eine gute Figur abzugeben und den Grün-Weiß-Club würdig zu vertreten.



Zu meiner Person
Geboren wurde ich am 20. Mai 1942 in der schönen Fördestadt Flensburg, in der ich aufwuchs und bis kurz vor Abschluss meines Studiums lebte. Nach der 4-jährigen Grundschulzeit von 1949 bis 1953, damals wegen der Raumknappheit noch im wöchentlichen Schichtunterricht, wechselte ich auf das Alte Gymnasium, eine reine Jungenschule, denn gemischten Unterricht kannte man zu der Zeit noch nicht. Dort machte ich am Ende des Besuches des neusprachlichen Zweiges 1962 das Abitur. Mit Einsetzen des Beginns der dritten Fremdspache in der Obertertia machte ich Bekanntschaft mit der französischen Sprache, vermittelt durch Dr. Fritz Görschen, der mich auch sofort für das Schachspiel begeisterte.
Das untere Foto, aufgenommen anlässlich des Dr.-Link-Gedächtnisturnieres 1961, zeigt die Schachgruppe des Alten Gymnasiums, die ich (auf dem Foto ganz rechts,4) als Oberstufenschüler leitete. Auf dem Stuhl im Vordergrund sitzt Dr. Görschen, der Gründer und Förderer einer der ersten Schulschachgruppen des Landes. Er erwarb sich neben seiner beruflichen Tätigkeit nicht nur einen Namen als Ägyptologe, sondern auch als Herausgeber der Monographie "Capablancas Verlustpartien".
Ihm bin ich zu tiefem Dank verpflichtet für die jahrelange Zusammenarbeit, in der ich viele Anregungen erhielt in schachlicher, beruflicher und menschlicher Hinsicht.
Im Sommer 1962 nahm ich das Studium auf an der Kieler Christian- Albrechts-Universität mit den Hauptfächern Englisch und Französich sowie den Nebenfächern Spanisch, Pädagogik und Philosophie. 1964 unterbrach ich das Studium, um für ein Jahr als Fremdsprachenassistent an einer französischen Schule zu unterrichten.
Nach Wiederraufnahme des Studiums an der CAU legte ich dort 1968 die Pädagogische Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab. Während der Ausbildungszeit als Studienreferendar legte ich 1969 die Arbeit "Form und Funktion des Zitats im dramatischen Werk Bernard Shaws" vor und erwarb mit den Prüfungen in Englischer Philologie, Französischer Philologie und Religionsphilosophie den Titel eines Magister Artium.
Die berufliche Bildung verlief sehr schnell mit der Ernennung zum Studienassessor 1970, zum Studienrat 1972 und zum Oberstudienrat 1974. Seitdem unterrichtete ich Französisch und Englisch, vorwiegend in der Landeshauptstadt Kiel bis zu meiner Beurlaubung vom Schuldienst im Jahre 2000 und der Pensionierung im Jahre 2005.
Meine Frau, Ute Firnhaber, lernte ich während des Studiums in Kiel kennen. Sie hat den gleichen beruflichen Werdegang durchlaufen wie ich. Wir haben seit der Heirat im Jahre 1967 zusammen gelebt ohne eigene Kinder, aber mit vielen erlebnisreichen Reisen auf allen Kontinenten, fast immer mit dem Zelt in der freien Natur, bis zu ihrem Tod zu Anfang des Jahres 2007.
Nachdem ich das Schachspiel in der Schule bei Dr. Görschen erlernt hatte, folgte ich ihm bald auch in den Flensburger Schachklub von 1876, für den ich bis Mitte meines Studiums in der ersten Mannschaft spielte. Nach dem Wechsel nach Kiel fand ich meine schachliche Heimat in der Kieler Schachgesellschaft von 1884, in der ich anfangs noch bekannte Schachspieler wie GM Fritz Sämisch und IM Alfred Brinkmann am Brett erlebte. Dem Verein bin ich seither treu geblieben, auch nach seiner Fusion im Jahre 2007 zur Kieler SG von 1884/Meerbauer.
In beiden Vereinen habe ich fast ununterbrochen an Mannschaftskämpfen teilgenommen, gelegentlich habe ich auch Einzelturniere gespielt, wie die kleine unvollständige Auflistung zeigt.

Nahschacherfolge
1960 Jugendstadtmeisterschaft von Flensburg1.Platz
1961 Dr.-Link-Gedächtnisturnier Herren B 1.Platz
1961 Dr.-Link-Gedächtnisturnier Jugend A2.Platz
1962 Vizelandesmeisterschaft im Mannschaftsblitz2.Platz
1965 Offenes Turnier Luxemburg2.Platz
1977 Stadtmeisterschaft von Kiel1.Platz
1990 Vereinsmeisterschaft Kieler SG v. 18841.Platz
Ingo Firnhaber im gelben Hemd
nach längerer Nahschachabstinenz mit der Seniorenmannschaft
der Kieler Schachgesellschaft von 1884 beim Schnellschachturnier
am 1. Mai 2007 in Kiel

Da ich mich schon bald nach Entdeckung des Schachspiels mehr für die Eröffnung als für das Endspiel interessierte, begann ich, dort nach neuen und unerforschten Wegen zu suchen und stieß früh auf das Nordische Gambit, auch Dänisches Gambit genannt, weil es schon früh von nordischen Schachspielern untersucht wurde. Im Nahschach erzielte ich damit schnell schöne Angriffssiege und begann dann, diese Eröffnung auch im Fernschach anzuwenden, dem ich mich 1974 zuwandte. Nach rund 20-jähriger Praxis reifte dann die Idee, die gesammelten Erfahrungen zu veröffentlichen. Während die mit dem Nordischen Gambit gesammelten Erfahrungen noch ohne jegliche Computerhilfe gemacht worden waren, stand mir bei der Vorbereitung der beiden Eröffnungsbücher schon ein Brettcomputer zur Verfügung, Mephisto Exclusive mit dem Modul Vancouver 32 bit. Das war seinerzeit ein unglaublicher Luxus , aber in erster Linie eine ungemeine Arbeitserleichterung.So entstanden zwei Bücher:

1989 Das Nordische Gambit
1993 Das Abgelehnte Nordische Gambit

Warum es bisher keine Neuauflagen gegeben hat und auch nicht mehr geben wird?

Weil ich mich inzwischen mehr dem praktischen Nah- und Fernschach hingebe als der theoretischen Erforschung einer einzelnen Eröffnung und die benötigte Zeit lieber investiere in meine Fernschachpartien der Bundesliga sowie internationaler Turniere.

Warum man beim Durchstöbern der Datenbanken von mir keine neueren Partien mehr mit dieser Eröffnung findet?

Weil bei mir die schachliche Sturm- und Drangzeit vorbei ist, vielleicht auch weil die Schachprogramme so stark geworden sind, dass man den oder gar die zwei geopferten Bauern niemals wiedersieht.


Am 1.11. 2007 kam es in der Verbandsliga Mitte zum vereinsinternen Wettkampf der beiden Mannschaften KSG/MB II und III. An Brett 2 trafen zwei Fernschachspieler aufeinander: GM Joachim Neumann (im Vordergrund rechts) und SIM Ingo Firnhaber. Die spannende Partie endete Remis.


Am 16.04.2012 trafen beide Spieler erneut aufeinander in der siebenten und letzten Runde des monatlichen Schnellschachturniers im Verein. Im Duell der beiden Fernschachgroßmeister siegte diesmal in einem spannenden Zeitnotduell GM Ingo Firnhaber (im Bild rechts), der sich damit in einem starken Feld von 24 Spielern den zweiten Platz sichern konnte.